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„Kirchner war in Schweden wirklich nicht langsam“

Max Niedermaier äußerst sich im Interview über das Hickhack um seinen Teamkollegen bei der Eisspeedway-Team-WM.


Wie verfolgst Du gerade die Entwicklungen rund um Hans Weber, Deinen eigentlich angedachten Teamkollegen für Heerenveen?

Max Niedermaier: Über Deine Berichte. Was soll ich groß dazu sagen? Das ist ein Thema, das die Beteiligten untereinander ausmachen müssen – also Hans Weber und der DMSB. Ich habe da keinen Einfluss drauf, also kümmere ich mich auch nicht groß darum.


Aber Du hast doch sicher eine Meinung.

Max Niedermaier: Ich glaube, dass er gar nicht so richtig fahren mag. Oder vielleicht möchte er auch nur intensiver gebeten werden. Aber wie gesagt: Ich kann nix dran ändern. Also ist es mir im Endeffekt auch wurscht: Wenn er nicht fährt, dann fährt er nicht.


Das würde aber die Chancen der Nationalmannschaft auf Bronze oder gar Silber deutlich mindern.

Max Niedermaier: Das kann man sehen, wie man mag. Aber die Situation ist momentan schwierig. Und wenn wir am Ende wirklich nur Fünfter oder sowas werden, dann war das den ganzen Ärger auch nicht wert.


Max Niedermaier bereitet in der heimischen Werkstatt sein Motorrad vor. Foto: Heike Kleene
Max Niedermaier bereitet in der heimischen Werkstatt sein Motorrad vor. Foto: Heike Kleene

Zwischen Hans Weber und Dir hat es in der Zwischenzeit ja auch schon geknirscht. Würdet Ihr als Team überhaupt harmonieren?

Max Niedermaier: Ich komme gut mit ihm aus. Wir hatten in Inzell eine Meinungsverschiedenheit…


… und in Togliatti vorher auch schon.

Max Niedermaier: In Togliatti war’s ein blöder Rennunfall. Und in Inzell habe ich ihn geschimpft. Danach war der Dampf abgelassen, und dadurch sind wir eigentlich wieder gut miteinander gewesen. In diesem Jahr haben wir zuletzt nach der WM-Qualifikation in Örnsköldsvik miteinander telefoniert, um irgendwelche Dinge über die Abreise zu klären. Seitdem haben wir nichts mehr voneinander gehört. Ich wollt’ ihn jetzt aber auch nicht anrufen oder anschreiben, mitten in dem ganzen Trubel. Das muss er jetzt erst Mal selbst klären, da brauch’ und wollt’ ich ihm nicht auch noch dreinreden.


Hast Du einen Plan B, mit wem Du in Heerenveen am liebsten fahren würdest?

Max Niedermaier: Am liebsten mit Max Niedermaier jr. und Christoph Kirchner. Wobei ich Kirchner dann als zweiten Mann sehe. Der war in Schweden wirklich nicht langsam – sondern sogar teilweise schneller als ich. Der ist für mich einer der besten Eisspeedway-Spez’n, deswegen ist es vielleicht sogar ein bisschen Wunschdenken, mit dem zusammen zu fahren.


Könntest Du mit Kirchner als Team fahren? Oder mit Weber besser?

Max Niedermaier: Im Großen und Ganzen brauchst du einen guten Mann, der vorneweg brennt. Kirchner kann saugut starten, mindestens so gut wie ich. Man kann Team fahren, wenn man zwei gute Leute hat. Aber wenn einer nicht mitkommt, dann kann er seinen Partner auch nicht abschirmen oder ihn unterstützen. Dann bringt das ganze Teamfahren auch nichts. Aber das würde mit beiden funktionieren.


Indem Du auf Deiner Stamm-Außenlinie fährst und der Partner sich innen hält.

Max Niedermaier: Das kommt drauf an. Ich bin in Schweden in diesem Winter auch manchmal innen gefahren. Aber Schweden war halt Schweden: Da kann’s auch mal sein, dass am Kurvenende außen der Radius einen Meter kürzer ist als am Kurveneingang – je nachdem, wie die Veranstalter die Bahn gefahren und wo sie den Schnee hingeschoben haben. Auf den Kunsteisbahnen, auf die wir jetzt kommen, ist der Radius immer gleich.

 
 
 

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