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Lambert auf der perfekten Welle

Robert Lambert ist beim Grand Prix in Riga einer der Favoriten, sein ehemaliger Haus- und Hofgenosse Kai Huckenbeck auch wieder mit im Feld.


Robert Lambert reist mit breiter Brust zum Grand Prix von Lettland in Riga. Nach seinem Sieg in Lodz zählt der Brite plötzlich mit zu den heißesten Titelanwärtern und erwartet auf der umgebauten Bahn in Bikernieki einen völlig offenen Schlagabtausch.


Mit seinem ersten Grand Prix-Sieg seit fast zwei Jahren verkürzte Lambert den Rückstand auf die WM-Führenden Brady Kurtz und Bartosz Zmarzlik deutlich. Das Spitzenduo führt die Gesamtwertung mit jeweils 109 Punkten an, Lambert folgt mit 101 Zählern auf Rang 3. Seine Formkurve spricht klar für ihn: Aus den vergangenen vier Grands Prix holte der Norfolkite 59 von 64 möglichen Punkten – inklusive zweier zweiter Plätze in Breslau und Schweden sowie des Sieges in Lodz.


Obwohl Zmarzlik die ersten beiden Grands Prix in Riga 2023 und 2024 gewann und Kurtz 2025 bei seinem Debüt auf der lettischen Bahn triumphierte, sieht Lambert auf der für dieses Jahr modernisierten Strecke keine Favoriten. „Ich denke, dass die Bahn für alle Fahrer Chancen bietet. Ich fahre eigentlich gerne in Riga. In den Last Chance Qualifiers hatte ich dort zwar etwas Pech, aber hoffentlich können wir dieses Mal Druck auf die Konkurrenz ausüben. Es kommen jetzt einige für mich gute Bahnen, und ich freue mich darauf, auf diesen Bahnen eine gute Show zu liefern“, erklärte der Brite.


Wenn ich ein Finale erreiche, kann ich auch ganz vorn mitfahren. – Robert Lambert

Sein Erfolg in Lodz habe den Druck keineswegs verändert. Entscheidend sei für ihn die Konstanz gewesen.„Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, dass ich so lange nicht gewonnen hatte. Mein Ziel war es, konstant zu punkten. Wenn ich ein Finale erreiche, weiß ich, dass ich auch ganz vorne mitfahren kann. Natürlich ist es schön, den Sieg endlich wieder eingefahren zu haben und mich in diesem Jahr in die Siegerliste einzutragen.“


Lambert war bereits der siebte unterschiedliche Grand Prix-Sieger in den ersten sieben Saisonrennen. Zusätzlich kann er ohne Qualifikationssorgen antreten: Durch seinen Erfolg beim Challenge in Terenzano hat er sich bereits vorzeitig seinen Platz in der WM 2027 gesichert. „Das nimmt etwas Druck raus. Schon vor Terenzano war ich in einer guten Ausgangsposition. Jetzt kann ich noch etwas befreiter fahren und sehen, was in den letzten Rennen der Saison möglich ist.“

Robert Lambert kann in Riga sogar nach der WM-Führung greifen. Foto: FIM
Robert Lambert kann in Riga sogar nach der WM-Führung greifen. Foto: FIM

Für die lettischen Fans ruhen die Hoffnungen erneut auf Andžejs Ļebedevs, der vor heimischem Publikum an seinen dritten Platz aus dem Vorjahr anknüpfen möchte. In Daniils Kolodinskis erhält zudem ein weiterer Lette per Wildcard einen Startplatz.


Das Fahrerfeld musste unmittelbar vor dem Grand Prix wieder verändert werden. Dan Bewley und Jack Holder fehlen weiterhin verletzungsbedingt. Fredrik Lindgren kehrt dagegen nach seiner Sprunggelenksverletzung und einer sechswöchigen Pause zurück.


Kurzfristig aus dem Aufgebot gestrichen wurde hingegen Dominik Kubera. Der Pole war am Mittwoch beim dänischen Ligaen-Rennen zwischen Region Varde Elitesport und Team Fjelsted schwer gestürzt. Im siebten Lauf kollidierten Kubera, Peter Kildemand und Mateusz Cierniak. Während Kildemand und Cierniak das Fahrerlager auf eigenen Beinen erreichen konnten, musste Kubera den Wettkampf sofort beenden und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.


Zunächst bestand der Verdacht auf einen Bruch der Hand beziehungsweise des Arms oder des Handgelenks. Die anschließenden Untersuchungen brachten jedoch Entwarnung: Nach Angaben aus Polen wurde kein Bruch festgestellt, sondern lediglich mehrere Prellungen diagnostiziert. Dennoch entschied sich Kubera in Absprache mit seinem Umfeld, auf den Grand Prix in Riga zu verzichten, um kein weiteres Risiko einzugehen.


Für den Polen rückt der Deutsche Kai Huckenbeck ins Starterfeld nach. Komplettiert wird das Feld der Ersatzfahrer durch Anders Thomsen und Jan Kvěch.

 
 
 

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