Landshut denkt an Aufstieg
Kurz vorm Finale der Polnischen Landesliga köcheln beim AC Landshut hinter den Kulissen Überlegungen auf, im Siegfalle doch in die Zweite Liga aufzusteigen. Was steckt wirklich dahinter?
Vollzieht sich gerade eine Wende? Lange Zeit schien sicher, dass der AC Landshut selbst im Falle des Meistertitels in der Dritten Liga nicht wieder hoch in die Zweite Division kommen würde. Doch seit kurzer Zeit steht die Option „Aufstieg“ konkret im Raum, weil sich Partner der Niederbayern dafür stark machen.
Das Thema, wie nach einem möglichen Sieg gegen Danzig in Hin- und Rückkampf verfahren werden soll, wird intern gerade abgewogen und durchaus kontrovers diskutiert. Denn hinter einem Aufstieg in die Zweite Ekstraliga steckt auch ein finanzieller Mehraufwand – und eine ganze Reihe anderer Grundvoraussetzungen.
Klubvorstand Gerald Simbeck antwortet auf eine entsprechende Anfrage von bahndienst.com: „Wir sind seit Mitte des Jahres mit den Verantwortlichen im Austausch. Aber nicht, weil wir jetzt im Finale sind, sondern weil wir für eine verlässliche mittelfristige Zukunftsplanung wissen müssen: Welche Voraussetzungen müssen verpflichtend erfüllt werden? Was ist Pflicht und was ist ‚nice to have‘? Wenn eine Sportstätte in Polen Grundvoraussetzung für eine Teilnahme an der Zweiten Liga wäre, könnte das zum Beispiel nicht erfüllt werden – und der Fall wäre klar. Wenn die Betreiber-GmbH in Polen angesiedelt sein müsste, wäre das zwar ein zusätzliche Aufwand – aber zumindest grundsätzlich erfüllbar. Dazu kommen auch noch Details wie Drainageumbau, Regenabdeckung – da gibt es so viele Dinge.“

Auch wenn Simbeck sich nicht zu einer konkreten Aussage hinreißen lässt, scheinen die Überlegungen pro Aufstieg konkreter als bislang angenommen. „Vor drei Jahren mussten wir runter, weil wir die kurzfristig neu eingeführten Regeln auf die Schnelle nicht erfüllen konnten“, erinnert sich der Boss. „Für uns ist es für die nächsten Jahre wichtig zu wissen, was generell erforderlich ist. Was aber wiederum nicht heißt: ‚Wenn ein Aufstieg nicht möglich ist, dann sind wir raus.‘ Denn deutsche Talente zu fördern und jedes Jahr die Playoffs zu erreichen und vielleicht den Titel zu gewinnen, ist ja auch eine mögliche Zielrichtung.“
Deswegen schiebt Simbeck die Überlegungen zumindest für die Öffentlichkeit beiseite: „Zunächst wollen wir fahren, beziehungsweise die Fahrer wollen Vollgas geben und alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Danach wird man weitersehen, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen – von Seiten der Ekstraliga2 und auch finanziell.“
Das erste Duell des Finals gegen Danzig findet am Sonntagnachmittag des 13. September ab 17 Uhr im Stadion an der Ellermühle statt. Das Stadion und die Tageskassen öffnen bereits um 15 Uhr.



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