Riss: Mühldorf wäre toll
- Erik Riss
- vor 13 Stunden
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Erik Riss schildert in seinem neuen Blog, dass er die Speedway-DM in Brokstedt noch auslassen muss – aber die Langbahn-DM in Mühldorf für seine Rückkehr anpeilt.
Das Ziel ist klar: Es wäre toll, wenn ich bei der Deutschen Langbahnmeisterschaft in Mühldorf mit an den Start gehen könnte. Das ist noch kein Versprechen – aber ein Vorhaben. Ein ganz festes. Und ein ganz großer Wunsch obendrein.
Ich hatte am Donnerstag vergangener Woche noch eine Laserbehandlung. Danach hat man jeweils Nebenwirkungen, die sich anfühlen, als hätte man eine Grippe: Die Nasennebenhöhlen sind verstopft, man verspürt einen richtigen Druck auf dem ganzen Gesicht. Das dauert jeweils fünf Tage an.
Vor der letzten Behandlung ging’s mir schon recht gut; da fühlte ich mich zu 95 Prozent wieder gesund, hatte aber ja immer noch die Probleme auf dem einen Auge, die ich im letzten Blog geschildert hatte. Deswegen gab’s noch zur Sicherheit eine weitere Laserung, aber die wirft einen dann zunächst gleich wieder zurück. Doch im Endeffekt beschleunigt sie den Prozess sicher weiter. Auch wenn man unmittelbar danach wieder durch ein kleines Tal muss, das dann diese ominösen fünf Tage andauert.
Am sechsten Tag nach der Behandlung hatte ich erstmals das Gefühl, die Nebenwirkungen seien weg. Das Wochenende mit der Speedway-DM in Brokstedt habe ich aber dennoch schon abgeschrieben. Selbst wenn es mir am Freitag gut gehen sollte, wäre es mir zu riskant, nach nur einem guten Tag gleich wieder ein ganzes Rennen zu fahren. Denn wer weiß, wie es mir dann am Samstag geht. Oder am Sonntag, wenn ich den Körper auch beim Rennen wieder voll belaste?
Ein Comeback in Mühldorf wäre das Beste, was mir jetzt passieren könnte. – Erik Riss
Nein, da muss es mir schon vier oder fünf Tage lang wieder richtig gut gehen, damit ich auch für mich selber weiß: „Okay, es ist vollbracht.“
Aber ich bin am Mittwochabend in Landshut trainieren gegangen. Denn selbst wenn ich unmittelbar noch keine Rennen fahre, möchte ich mich doch wieder fitmachen auf dem Motorrad. Ich habe mich in der langen Pause natürlich körperlich grundsätzlich fitgehalten. Aber die Muskeln, die man auf dem Motorrad braucht, die kann man nicht alle trainieren. Deswegen wollte ich fahren und dabei auch gleich ein paar Sachen probieren, damit ich bereit bin, sobald ich wieder Rennen fahren kann.

Es hat mir am Mittwochabend in Landshut zwar wieder Spaß gemacht auf dem Motorrad. Aber ich habe mich noch nicht hundertprozentig wohlgefühlt – was aber auch keine Überraschung war, schließlich wusste ich ja vorher schon selber, dass es mir noch nicht ganz wieder gutgeht.
Die letzten fünf Tage vor dem Training in Landshut ging es mir wegen der Nebenwirkungen ohnehin schon mäßig. Und auch auf der Bahn hatte ich nicht das Gefühl, dass ich komplett drüber hinweg sei. Und entsprechend habe ich mich auch noch nicht wieder gut gefühlt auf der Maschine. Dennoch war es gut, überhaupt Mal wieder zu fahren.
Es könnte sich jetzt ja auch alles ganz schnell entwickeln. Das ist schwer einzuschätzen. Fünf Tage nach einer solchen Laserbehandlung geht es dir wirklich schlecht. Das scheint so üblich zu sein. So lange dauern die Nebenwirkungen jedes Mal an.
Ab Tag 6 wird es dann besser, und bis zum 10. Tag tritt irgendwann die Verbesserung ein. Aber du kannst nie vorhersagen, wie genau diese Verbesserung ausfällt – also um wie viel besser es dir dann wirklich gehen wird. Und auch an welchem Tag genau sie kommt, kann man schwer einschätzen.
Ich merke immer gleich morgens, wenn ich aufwache, ob die Wende eintritt. Am Morgen nach dem Training in Landshut waren meine Augen immer noch trocken. Ich hatte auch immer noch die Symptome mit leicht benebeltem Blick und einem Druckgefühl um die Augen herum. Aber ich weiß aus der Zeit nach den vorigen Behandlungen: Das kann sich schnell verbessern.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nun noch lange dauern wird. Entweder geht es diese oder nächste Woche besser. Das Gefühl habe ich ganz sicher. Und während ich darauf warte, dass es mir wieder besser geht, ist es wichtig, dass noch ein paar Mal fahre – einfach, um mich auch wieder im Sattel einzuschießen.
Ich hoffe, dass ich dann am kommenden Wochenende wieder bei den ersten Veranstaltungen fahren kann: am Freitag in Güstrow – und am Sonntag beim Finale der Langbahn-DM in Mühldorf. Denn der Kampf um den Deutschen Meistertitel auf der Langbahn – den würde ich zu gern mitmachen, gerade auf einer Bahn wie in Mühldorf.
Ein Comeback am Inn wäre für mich im Moment das Beste, was mir in meiner Situation passieren könnte. Und darauf arbeite ich jetzt auch zielgerichtet hin – solange mein Körper mitmacht.



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