Tebbe bangt um Mühldorf
- Norbert Ockenga
- vor 8 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Nach einem Sturz in Hechthausen muss Jörg Tebbe um den Start beim Langbahn-DM-Finale zittern.
Frühestens am Donnerstagabend gibt’s Neuigkeiten. So lange muss Jörg Tebbe warten, bis sein Hausarzt ihm die Ergebnisse der jüngsten MRT-Untersuchung vom Wochenstart eröffnet. Erst dann kann der Emsländer entscheiden, ob er am ersten Juli-Sonntag beim Finale der Langbahn-DM im bayerischen Mühldorf an den Start gehen kann.
Tebbe war am vergangenen Sonntag beim Sandbahnrennen in Hechthausen auf die linke Schulter gefallen. „Und das ist ausgerechnet die“, ächzt der 45-Jährige, „in der ich sowieso schon das ganze Metall drin habe.“
Der Sturz im Hemmoor passierte gleich in Tebbes erstem Heat. „Ich bin von außen losgefahren und habe in der ersten Kurve eine volle Packung abbekommen. Kurz wusste ich nicht mehr, wo ich überhaupt war. Und als ich eine Folie vom Visier abreißen wollte, ist mir jemand von hinten aufs Hinterrad gefahren. Weil ich nur noch eine Hand am Lenker hatte, konnte ich mich nicht mehr halten – und bin nach vorn über den Lenker abgestiegen.“
Das ist ausgerechnet die Schulter, in der ich das ganze Metall drin habe. – Jörg Tebbe
Der Fahrer, der Tebbe rammte, war Keijo Busch, an der Niederelbe quasi Lokalmatador. Tebbe landete nach dem Treffer im hohen Bogen auf der linken Schulter. „Das Rennen war für mich vorbei. Ich war noch kurz im Krankenwagen an der Strecke, bin dann aber nach Hause gefahren und habe mich auf dem Heimweg im Krankenhaus Löningen röntgen lassen. Auf den Röntgenbildern war nichts zu erkennen. Deswegen habe ich zur Sicherheit ein MRT machen lassen. Dessen Ergebnis erfahre ich heute Abend. Und erst dann kann ich weitersehen, ob ich in Mühldorf fahren kann oder nicht.“

Dass er gern wolle, stehe außer Frage. Vorgesehen sei er im Feld des DM-Finales am Inn auch: „Die Namen und das Heatschema sind schon draußen. Zumindest sind alle Fahrer, die dabei sind, auch entsprechend informiert sind. Und ich stehe mit drauf.“
Das offene Rennen auf der Traditionsbahn in Hechthausen gewann übrigens Dave Meijerink vor Jakob Bukhave und William Kruit. Der Deutsche Langbahnmeister Stephan Katt wurde Vierter. Und Bridget Meijerink, die Gattin des Solosiegers, gewann im Beiboot von Markus Brandhofer die Seitenwagenkonkurrenz zwischen Stade und Cuxhaven.



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